Gebärdensprache im Fernsehen – ein Blick hinter die Kulissen
Gebärdensprachdolmetschen macht Informationen zugänglich und leistet einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe. Doch was braucht es, um eine Nachrichtensendung live in Gebärdensprache zu übersetzen?

Das bref Magazin porträtiert PROCOM-Gebärdensprachdolmetscherin Barbara Bucher, die regelmässig für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) im Einsatz steht. Sie übersetzt Nachrichtensendungen wie die «Tagesschau» simultan in Gebärdensprache und ermöglicht damit gehörlosen Menschen einen direkten Zugang zu aktuellen Informationen.
Ihre Arbeit erfordert weit mehr als die Übertragung einzelner Wörter. Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik und Satzstruktur. Damit Inhalte verständlich und präzise vermittelt werden, sind eine sorgfältige Vorbereitung, fundiertes Fachwissen, hohe Konzentration und sprachliche Flexibilität gefragt. Gerade bei Nachrichtensendungen, in denen sich Inhalte bis kurz vor der Ausstrahlung verändern können, ist dies besonders anspruchsvoll.
Gebärdensprachdolmetschen im Fernsehen ist ein wichtiger Bestandteil der Barrierefreiheit.
Der Zugang zu Nachrichten und gesellschaftlich relevanten Informationen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe. Die Einsätze der PROCOM-Dolmetscherinnen und -Dolmetscher tragen dazu bei, dass auch gehörlose Menschen das aktuelle Geschehen in ihrer Sprache verfolgen können.
Im Porträt erzählt Barbara Bucher zudem von ihrem Aufwachsen mit gehörlosen Eltern, ihrer persönlichen Verbindung zur Gebärdensprache und der Entwicklung der Gebärdensprache in der Schweiz.
Der Artikel gibt einen spannenden Einblick in einen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf. Gleichzeitig macht er deutlich, wie wichtig die die Arbeit von Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern für eine inklusive Gesellschaft ist – ein Anliegen, für das sich auch die Stiftung PROCOM täglich einsetzt.
Zum Porträt «Sie bietet Hand für mehr Verständnis» im bref Magazin
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