Eurovision Song Contest: Zugänglich für alle, dank Übersetzung in Gebärdensprache!

Vom 10. bis 17. Mai findet der Eurovision Songcontest in Basel statt. Auch für gehörlose und schwerhörige Menschen soll dieser Riesenevent zugänglich sein.

In allen Landesteilen wird der Event in Gebärdensprache übersetzt.

Mit an Bord in der Deutschschweiz ist unter anderem die PROCOM Dolmetscherin Jeanne auf der Mauer. Wie und wo sie im Einsatz steht? Sie hat es uns in einem Interview erzählt:

Jeanne aus der Mauer
Jeanne Auf der Mauer

PROCOM: Jeanne, Du bist am ESC mit dabei, wo wirst du genau eingesetzt? 

Dolmetscherin Jeanne auf der Mauer: Ich werde für die Live-Shows, das heisst zweimal Halbfinale und ein Finale, eingesetzt. Zusammen mit einer Kollegin werden wir im SRF Studio in Zürich Oerlikon die Moderation der Show übersetzen. Die Lieder werden von gehörlosen Gebärdensprachübersetzerinnen im Voraus übersetzt und aufgenommen. 

Wie fühlt es sich an, diesen riesigen, internationalen Event auf Gebärdensprache zu übersetzen? 

Ich freue mich darauf und bin selbstverständlich auch ein wenig nervös. Aber ich denke, dass ist eine Once-in-a-lifetime Gelegenheit und ich bin froh, dass ich dabei sein darf. 

Worauf freust du dich besonders? 

Auf die spezielle Atmosphäre der Show, die intensive Zusammenarbeit im Team und die Erfahrung, so eine lange Sendung zu übersetzen. Insgesamt sind wir über 12 Stunden im Einsatz. 

Wie bereitest du dich darauf vor? 

Wir treffen uns im Team, sprechen die spezifischen Inhalte ab, insbesondere Bands, Länder und Lieder. Dazu kommen allgemeine Information rund um den ESC wie beispielsweise die Geschichte, das Moderationsteam oder das Bewertungssystem. Zudem versuchen wir zusätzliche Eventualitäten zu eruieren und wir sprechen unsere Zusammenarbeit ab. 

Vielen Dank für das spannende Interview und deinen Einsatz!